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Das fotografische Verfahren der Cyanotypie | Hommage an Anna Atkins | 19 Sep | Samstag | 14-16 Uhr

Das fotografische Verfahren der Cyanotypie | Hommage an Anna Atkins | 19 Sep | Samstag | 14-16 Uhr

Das fotografische Verfahren der Cyanotypie 
Hommage an Anna Atkins
19 September | Samstag | 14-16 Uhr
Mit Carolina Pretell

Das fotografische Verfahren der Cyanotypie hat etwas Magisches. Gegenstände oder Fotonegative werden auf ein mit einer lichtempfindlichen Lösung beschichtetes Papier gelegt und anschließend in der Sonne belichtet. Schon nach wenigen Minuten entstehen Bilder, die durch Auswaschen mit Wasser entwickelt und dauerhaft fixiert werden. Die Magie dieses Verfahrens beruht jedoch auf einem wissenschaftlichen, chemischen Prozess. Eine Lösung aus Kaliumhexacyanidoferrat und Ammoniumeisen(III)-citrat bildet unter UVEinwirkung den wasserunlöslichen Farbstoff Preußisch Blau. Dieser intensive Blauton gab dem Verfahren auch den Namen Blaudruck.

Als Pionierin der Cyanotypie gilt die britische Naturwissenschaftlerin Anna Atkins (1799–1871). Im Jahr 1843 nutzte sie die damals noch experimentelle Technik, um ein Herbarium mit Algen und anderen Wasserpflanzen anzulegen. Jedes Blatt war ein Unikat, das botanische Präzision mit außergewöhnlicher ästhetischer Qualität verband. Das daraus entstandene Werk Photographs of British Algae: Cyanotype Impressions gilt heute als das erste fotografisch illustrierte Buch der (Kunst)Geschichte.

Anna Atkins' Neugier, Offenheit und Entschlossenheit machten sie zu einer Wegbereiterin der Cyanotypie. In diesem Workshop lernen wir ihr Werk kennen und lassen uns von ihrer Arbeitsweise inspirieren. Anschließend tauchen wir selbst in die Praxis der Cyanotypie ein, experimentieren mit Formen, Pflanzen und Negativen und entdecken die besondere Magie dieses fotografischen Verfahrens.

Mitbringen: Pflanzenteilen (Blätter, Stile, Blumen), durchsichtige Sammelstücke, Fotonegative

Über Carolina Pretell:
Geboren und aufgewachsen in Argentinien in einer peruanisch-deutschen Familie. Sie absolvierte ein Studium der Bildenden Künste an der Universidad Nacional de Córdoba (Argentinien). Nach ihrem Umzug nach Berlin setzte sie ihre akademische Laufbahn fort und studierte Kunstgeschichte sowie Lateinamerikastudien an der Freien Universität Berlin. Seit 2015 ist sie freiberuflich im Bereich der Kunstvermittlung und kuratorischen Praxis tätig.

 


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